''Wahlkampf in den USA und mögliche Auswirkungen auf die Finanzwelt'' - 3. Finanzpolitischer Dialog der Sektion Hessen

Dr. Lutz Raettig Am 23. September berichtete der Vorstandsvorsitzende des Aufsichtsrates der Morgan Stanley Deutschland, Dr. Lutz Raettig, aus erster Hand auf dem "3. Finanzpolitischen Dialog der DGLI Hessen" über die finanzpolitischen Erdbeben in der amerikanischen Bankenwelt. Noch Tags zuvor war die Umwandlung der Morgan Stanley - ebenso wie Goldman Sachs - als die letzten zwei verbliebenen Investmentbanken der USA in "normale" Globalbanken in dramatischen Krisensitzungen entschieden worden. Dr. Raettig war eigentlich gekommen, um über den "Wahlkampf in den USA und mögliche Auswirkungen auf die Finanzwelt" zu sprechen. Veranstaltungsort war das exklusive Foyer der Neuen Deutschen Börse in Frankfurt-Hausen. Das Treffen, das die DGLI Sektion Hessen mit freundlicher Unterstützung der Neuen Deutschen Börse AG organisiert hatte, wurde von 94 Bankern und interessierten Bürgern rege zu Diskussionen zum Wahlkampf sowie zur Finanzkrise genutzt. Dr. Raettig vertrat die Ansicht, dass letztlich beide Kandidaten sich mit Lösungen der Finanzkrise bisher nicht hervorgetan hätten, sah aber einen leichten Kompetenzvorsprung bei Mc. Cain. Bezogen auf das Bankensystem, geht er davon aus, dass die bis dahin getroffenen Maßnahmen zur Stabilisierung der Investmentbanken ausreichen würden. Umstritten wurde das Verbot Leerverkäufe sowie die Maßnahmen der Politik und Bankenindustrie diskutiert.
Die DGLI Sektion Hessen wird am Bankenstandort Frankfurt den "Finanzpolitischen Dialog der DGLI Hessen" ebenso fortführen wie aktuelle gesellschaftspolitische Themen aufgreifen. So ist bereitet die Sektion am 29. Januar eine Veranstaltung mit dem Vorsitzenden der FRAPORT AG, Dr. Wilhelm Bender, zur Bedeutung des Flughafenausbaus im globalen Standortwettbewerb und seine Bedeutung für die deutsche Wirtschaft vor.
