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Predict09.eu - Ein außergewöhnliches Instrument der Demoskopie für die Europawahl

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Am Dienstag, dem 7. April 2009, zwei Monate vor dem Wahltag zum Europäischen Parlament in Deutschland, lanciert die weltweit operierende Beratungsfirma Burson-Marsteller ein bisher einmaliges Projekt: Mit PREDICT.09 wurde an diesem Tag die erste und einzige europaweite Prognose zum Ausgang der Europawahl auf der Basis eines neu entwickelten statistischen Modells der Politikwissenschaftler Simon Hix und Nick Vivyan von der London School of Economics sowie Michael Marsh vom Trinity College Dublin gestartet. Von nun an kann jeder Interessierte unter dem Link www.predict09.eu die fortlaufend aktualisierte Fassung der Wahlprognose in den einzelnen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wie auch die danach zu erwartende Zusammensetzung des neuen Europaparlaments aufrufen.

Bei der Vorstellung dieses einzigartigen Projekts in Berlin resümierte Dr. Henry  Werner von Burson-Marsteller dreierlei:

- Die europäischen Wähler setzen auf Kontininuität und würden die Kräfteverhältnisse im Europäischen Parlament weitgehend bestätigen. Würden die Wähler heute zur Urne gebeten, könnte insgesamt die Mitte-Links-Fraktion leicht aufschließen, und es gäbe eine Pattsituation mit dem Mitte-Rechts-Lager.

- Die Wirtschaftskrise ginge (noch) weitgehend spurlos am Europäischen Parlament vorbei. Danach würden erstaunlicherweise Rechts- und Linksaußenparteien sowie Europaskeptiker von der aktuellen Wirtschaftslage kaum profitieren.

- Die erste Prognose Predict09.eu sieht für Deutschland ein bemerkenswertes Ergebnis voraus: CDU: 27,7 % (-8,8 %); CSU: 6,8 % (-1,2 %), SPD: 28,7 % (+7,2 %); FDP: 13,3 % (+7,2 %); Die Grünen: 10,3 % (-2,2 %); Die Linke: 10,4 % (+4,3 %).

Im Blick darauf, daß zur Zeit 74 % der Deutschen keine Angaben zur Europawahl und zum Wahltermin machen können, ist wiederum eine geringe Wahlbeteiligung zu erwarten: Unter den obwaltenden Umständen kann erwartet werden, daß gerade die Hälfte der Wahlberechtigten zur Wahl geht und sich davon wiederum etwa die Hälfte erst kurzfristig entscheidet. Wegen der herausragenden Bedeutung der Europawahlen für unser tägliches Leben und ihres eminenten Einflusses auf die deutsche Politik ist es für die DGLI selbstverständlich, sich massiv für den Gang an die Urnen am 7. Juni einzusetzen: Es gilt, über alle Parteigrenzen hinweg zu verhindern, daß eine Impuls- zu einer Denkzettelwahl wird. Hier sind alle in der Pflicht!

Mit freundlichen liberalen Grüßen
Ihr
Manfred R. Eisenbach
Generalsekretär der DGLI
Freitag, 30. Juli 2010
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