4. Baden-Badener Dialog mit Dr. Klaus Kinkel


Beim Baden-Badener Dialog von links: Manfred Eisenbach, Generalsekretär der DGLI, Andreas Schaumayer, Geschäftsführer der LI-Baden-Württemberg, Jürgen Brucker, Regionalbüro der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Dr. Klaus Kinkel, Thilo Gottstein, Leiter des Liberales Forums der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit im mittelbadischen Raum, Patrick Meinhardt, Präsident der DGLI und mittelbadischer FDP-Bundestagsabgeordneter.
Am vergangenen Sonntag fand im Brenner’s Park Hotel zum vierten Mal der Baden-Badener Dialog statt. Die Veranstaltungsreihe, die vom mittelbadischen FDP- Bundestagsabgeordneten Patrick Meinhardt ins Leben gerufen wurde, lud zur Diskussion mit dem ehemaligen FDP-Außenminister und Vizekanzler Dr. Klaus Kinkel zum Thema „Quo vadis – Naher Osten“ ein. Schon die Teilnehmerzahl von über 120 politisch Interessierten Bürgern ließ auf die Brisanz und Aktualität dieses Themas schließen.
In der Podiumsdiskussion, die von Patrick Meinhardt als Präsident der Deutschen Gruppe der Liberal International (DGLI) moderiert wurde, verdeutlichte Dr. Kinkel zu Beginn eines sehr deutlich: Deutschland und Europa haben nur wenig Einfluss auf die Entwicklung im Nahen Osten im Vergleich zu den USA, die in der Region immer noch die wichtigste Figur sind. In diesem Zusammenhang nannte der ehemalige FDP-Außenminister die Rede von Barack Obama in Kairo als Maßstab der künftigen amerikanischen Außenpolitik. Er führte aus, dass Israel sich in Bezug auf das Existenzrecht immer noch auf die USA verlassen könne, es jedoch „ein Land wie jedes andere ist“, das sich an internationale Regeln halten muss.
Das Publikum wies ein sehr starkes Interesse an Kinkels Ausführungen vor und brachte neben Israel und dessen Verhältnis mit den arabischen Nachbarstaaten Themen wie die kriegsähnlichen Zustände in Afghanistan und Irak sowie die Atommacht Pakistan und die aktuelle Wahl in Iran ein.
Die Kooperationsveranstaltung zwischen der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der Deutschen Gruppe der Liberal International (DGLI), welche sich inzwischen fest in Baden-Baden etabliert hat, hat das Ziel internationale Politik bürgernah zu diskutieren und Bürger in den direkten Kontakt mit Politikern zu bringen.

